PFLEGE: Die Lücke schließen
Erfreulicherweise leben die Menschen heute länger als früher. So kann ein heute 60 jähriger Mann mit einer Lebenserwartung von rund 20 Jahren rechnen, eine gleichaltrige Frau sogar mit rund 24 Jahren.
Doch mit zunehmenden Alter steigt auch das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt aber nur einen Teil der Kosten für die ambulante oder stationäre Pflege, entsprechend der vom medizinischen Dienst festgestellten Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe I bis III). Die Folge: Es geht an die eigenen Rücklagen oder an das Vermögen der Kinder. Hinzu kommt, wer auf Pflege angewiesen ist, möchte die beste Betreuung.
Eine Pflegezusatzversicherung macht das möglich, sie folgt in den meisten Fällen der gesetzlichen Pflegeversicherung, zahlt also, wenn auch die gesetzliche Pflegeversicherung Leistungen zur Verfügung stellt. Mit der Pflegezusatzversicherung kann die Lücke zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung geschlossen werden. Dabei ist wichtig, dass eine Pflegezusatzversicherung immer die persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt, denn bei einer stationären Pflege erreichen die Pflegekosten oftmals über 3.000,00 EUR im Monat und mehr. Mit einer Pflegezusatzversicherung kann im Pflegefall die Lebensqualität erheblich gesteigert werden.
Rudolf Bönsch
Dipl.-Mathematiker
Dozent an Fachhochschulen
Herausgeber von Informationsmedien "Fakten und Tipps"
Experte für Pflegeversicherung

